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RC steht bei Revell nicht nur für "Radio Control" bzw. ferngesteuerte Produkte, sondern auch für die neue Marke Revell Control mit modernster Technik und einem Schwerpunkt auf semi-professionelle RC-Modelle.
Fernsteuerungen mit Infrarot-Technik nutzen den Infrarotbereich des Lichtspektrums, der für das menschliche Auge nicht sichtbar ist. Infrarotabstrahlungen unterschiedlichster Stärke treten allerdings bei jeder Wärmequelle auf, d.h. sie kommen zum Beispiel vom menschlichen Körper, Lampen, Öfen bis hin zum Sonnen- / Tageslicht.
IR-Sender und Empfänger müssen daher mit pulsierenden IR-Signalen und Filtern arbeiten, um fehler- und störungsfreie Steuersignale senden und verarbeiten zu können. Der Frequenzbereich liegt dabei zwischen 30-60 kHz, wobei viele Fernbedienungen im alltäglichen Gebrauch (TV, DVD etc.) mit 36 kHz (Impulse 36.000x / Sek.) arbeiten. Die IR-Technologie ist einfach und kostengünstig anzuwenden, hat aber einen gravierenden Nachteil. Aufgrund des hohen Infrarotanteils im Tages- / Sonnenlicht, ist die IR-Technik außerhalb geschlossener Räume oder unter starker Lichteinstrahlung nur begrenzt einsetzbar bzw. störanfällig. Produkte mit IR-Fernsteuerung sind daher nur in Innenräume (Indoor) verwendbar.
Bei Fernsteuerungen mit MHz-Technik werden die Steuerbefehle mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen, die in genau festgelegten Frequenzbereichen schwingen, gesendet. Die jeweils genaue Frequenz wird über Quarze im Sender und Empfänger festgelegt. Jedes RC-Modelle mit MHz-Steuerung benötigt daher eine bestimmte Frequenz bzw. einen eigenen Kanal, da mehrere Modelle nur so gleichzeitig und problemlos betrieben werden können. Die Frequenzordnung legt dazu fest, welche Modelle auf welchen Frequenzbändern grundsätzlich betrieben werden dürfen und zwar:
Der offensichtliche Nachteil der ansonsten bewährten MHz-Technik liegt in der Begrenztheit der zugelassenen Frequenzen und in der relativen Störanfälligkeit durch andere Funkstrahlungen aus der Umwelt.
GHz steht für die Hochfrequenzbänder im Bereich von 2400 bis 2483,5 MHz, die lizenzfrei von Industrie, Wissenschaft
und Medizin ("ISM"-Frequenzen) genutzt werden dürfen. Auf diesem Frequenzbereich werden daher auch WLAN, Bluetooth
oder Fernsteuerungen betrieben.
Im Gegensatz zu den üblichen MHz-Fernsteuerungen benötigt man jedoch bei GHz nur einen fest eingebauten Quarz und eine
sogenannte Synthesizerschaltung zur Programmierung der gewünschten Frequenz. Gleichzeitig sendet der GHz-Sender Informationen
nur in codierter Form, d.h. aber der Empfänger muss in der Lage sein diesen speziellen Code zu verstehen. GHz-Sender und Empfänger
müssen daher immer erst aufeinander abgestimmt / gepaart werden. Diesen Vorgang nennt man bei Fernsteuerungen "Binding".
Der Empfänger wertet anschließend nur noch die Signale seines Senders aus.
Die störungsfreie Kommunikation im GHz-Frequenzbereich wird dabei durch zwei mögliche Verfahren gewährleistet:
FHSS = Frequency Hopping Spread Spectrum bedeutet, der GHz-Sender springt alle 2 Millisekunden zwischen 80 Kanälen zu 1 MHz Bandbreite hin und her. Der Sender sucht und findet so ständig, innerhalb von Millisekunden freie Kanäle zur Übertragung der Signale an den Empfänger. Dieses Prinzip ist Standard bei Bluetooth Handys und wird auch für die aktuellen GHz-Helicopter von Revell genutzt.
DSSS = Direct Sequence Spread Spectrum bedeutet der Sender sucht zuerst einen freien Kanal und übermittelt dann die Signale. Je nach Hersteller stellen die Sender alle 20 bis 72 ms neue Signale bereit, wobei mit kleinerer Leistung auf einer größeren Bandbreite gearbeitet wird. Auf diesem System basiert beispielsweise WLAN.
Diese modernen GHz-Verfahren setzen jedoch eine besonders gute Abstimmung aller technischen Komponenten voraus, um perfekte Flug- oder Fahreigenschaften bei den RC-Modellen zu gewährleisten. Bei den Produkten von Revell Control werden durch das Binding und die Feinabstimmung ab Werk diese Eigenschaften bereits im Voraus sichergestellt.
Der große Vorteil der GHz-Technologie liegt in der Vielzahl von Modellen, die problemlos gleichzeitig betrieben werden können und dem sozusagen automatischen Ausweichen bei Störungen auf andere freie Kanäle. GHz und MHz gesteuerte Modelle können sowohl im Innenbereich (Indoor) als auch Draußen (Outdoor) verwendet werden.
RTF steht für "Ready To Fly" und bedeutet, dass das Flugmodell komplett aufgebaut ist und nach dem Einlegen der Batterien bzw. Aufladen des Akkus umgehend gestartet werden kann.
RTR steht für "Ready To Run" bei allen Modellen zu Land und Wasser und bedeutet, dass das Modell komplett aufgebaut ist und nach dem Einlegen der Batterien bzw. Aufladen des Akkus umgehend zum Einsatz bereit ist.
ARF / ARR steht für "Almost Ready To Fly" oder "Almost Ready To Run" und bedeutet, dass bei diesen Modellen noch ein paar Handgriffe zum fertigen Aufbauen notwendig sind, um sie fliegen oder fahren zu können.
KIT steht für "Bausatz" und bedeutet, dass diese Modelle erst komplett aufgebaut werden müssen, bevor sie eingesetzt werden können. Die Bausätze können dabei unterschiedlich komplex sein und gegebenenfalls weitere Zubehörteile notwendigen machen.